30.08.2019

Kinder lernen, eine traditionelle Hüppehü zu schnitzen

Förderverein für Kultur, Denkmalpflege und Naturschutz in der Gemeinde Züschen e. V., Winterberg, Hochsauerlandkreis

Den Jungtrieb einer Eberesche und ein Taschenmesser – mehr braucht es nicht, um eine Hüppehü zu machen. Foto/ Ulrich Schäfer

In Winterberg und Züschen gab es in den Osterferien ein umfangreiches Programm verschiedener Anbieter für ortsansässige Kinder und Jugendliche sowie Feriengäste. Auch der Förderverein von Borgs Scheune hatte sich vorgenommen, den Kindern unterhaltsame und lehrreiche Angebote zu machen. Die Kinder erfuhren bei der am Ferienprogramm teilnehmenden Aktion, wie man eine Hüppehü schnitzt und spielt, aus welcher Baumart sie hergestellt wird und wo diese wächst. Junge, im Saft stehende Triebe der Eberesche sind hierfür gut geeignet. Dass eine Hüppehü ein Rohrblatt zur Erzeugung eines Tons und in vielen Blasinstrumenten der schwingende Teil des Instrumentenmundstücks ist, lernten die circa 50 Kinder und ihre erwachsenen Begleiter schnell. Ausgerüstet mit Taschenmessern und Baumscheren ging es auf Tour. Zurück in der Scheune wurde in Kleingruppen erklärt und vorgeführt wie eine Hüppehü Schritt für Schritt geschnitzt wird. Durch traditionell von einem Klopfspruch begleitetes Klopfen mit dem Werkzeugheft des Taschenmessers ringsherum auf die Rinde sammelt sich das Rindenwasser unter der Rinde. Holz und Rinde lassen sich leichter lösen. Die Kinder klopften und schnitzten eifrig und lernten nach etwas Übung schnell einen Ton auf der Hüppehü zu spielen. Im Anschluss wurden noch gemeinsam Karamellbonbons gekocht.

Kategorien: Alltagskultur/Bräuche · Kinder und Jugendliche · Natur, Umwelt und Klimaschutz

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