LWL-Ausstellung „Baugeschichte(n)“ digital zugänglich

01.12.2025 Sarah Pfeil

Landschaftsverband Westfalen-Lippe, digital

Nur am Original kann die historische Bauforschung mittelalterliche Arbeitsspuren und Bautechnik erkunden: Fensterrose aus dem 14. Jahrhunderts aus dem Kloster Wedinghausen in Arnsberg. Foto/ LWL/Lily Altmeyer

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im vergangenen Jahr im LWL-Landeshaus in Münster die Ausstellung „Baugeschichte(n)“ präsentiert. Sie gab Einblicke in die Arbeit der westfälischen Bauforschung und erzählt die Geschichten von aus Abbruchhäusern und Baustellen geborgenen Exponaten aus sieben Jahrhunderten. Die zuvor ausschließlich analog gezeigte Ausstellung steht nun auch digital zur Verfügung. In diesem Online-Format können Interessierte die Methoden der Bauforschung von Bauaufnahme und Dokumentation über die Erstellung dreidimensionaler Modelle von Objekten bis hin zur Auswertung von Archivalien nachvollziehen. An westfälischen Beispielen wie dem ältesten Fachwerkhaus Münsters, Kirchendächern oder der Domkrypta in Paderborn werden verschiedene Untersuchungs- und Dokumentationsmethoden vorgestellt. Darüber hinaus können 40 Exponate (von Türdrückern über Ziegel und Schindeln bis hin zu Fenstern und einer Dachständerwand) entdeckt werden. Die virtuelle Ausstellung bietet nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit von Bauforschenden, sondern informiert auch über Methoden, die für Menschen von Interesse sind, die sich für Denkmalschutz und Baukultur engagieren. Ein Beispiel hierfür ist, wie bauliche Veränderungen über die Jahrhunderte hinweg – wie am Westturm von St. Dionysius in Rheine – nachvollzogen werden können.

Weitere Informationen unter: www.lwl-dlbw.de/baugeschichten