24.03.2021

Erforschung der Beckumer Stadtgeschichte in der NS-Zeit

Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V., Kreis Warendorf Der Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V. startet ein Projekt zur Erforschung

Blick auf die Beckumer Innenstadt mit Propsteikirche St. Stephanus und Sebastian Foto/ Wolfgang Immig

Der Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V. startet ein Projekt zur Erforschung der Geschichte der Stadt im Zeitraum von 1933 bis 1945. Im Rahmen einer Geschichtswerkstatt werden Beckumer Bürgerinnen und Bürger befragt, welche Erinnerungen sie noch an diese Zeit haben. Fotos, Dokumente, Tagebücher, Briefe, Berichte und Geschichten werden gesammelt und aufbereitet. Noch existiert keine umfangreichere Gesamtdarstellung über Beckum im Nationalsozialismus. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ aus Berlin unterstützt daher die Gründung der Geschichtswerkstatt finanziell. „Maikäfer flog“ hieß das vorausgegangene Rechercheprojekt, das sich mit Kindheit und Kriegsende in Beckum befasste.
Neben der Alltagsgeschichte und den politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gibt es zwei historische Schwerpunkte im Projekt: die Ausgrenzung und Vertreibung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie der Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die vornehmlich aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion nach Beckum kamen. Die Zusammenstellung der Materialien und Erinnerungen wird für alle Interessierten auf einer eigenen Webseite veröffentlicht. Wer etwas über das Leben in Beckum im Nationalsozialismus und während des Zweiten Weltkrieges beisteuern möchte, kann sich gern an den Heimat- und Geschichtsverein Beckum e. V. wenden.

Kategorien: Digitalisierung · Erinnerungskultur · Geschichtsvermittlung

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