13.11.2019

Interaktiver Medientisch zeigt Pläne, Fotos und Details aus der Nutzungsgeschichte des Barackenlagers Lette

Denkmal Barackenlager Lette e. V., Kreis Coesfeld

Bei der Eröffnung der Dauerausstellung konnten die Besucher den Medientisch nutzen. Foto/ AZ Coesfeld

Das Barackenlager in Coesfeld-Lette war zwischen 1945 und 1947 ein Durchgangslager für deutsche Vertriebene und diente dann bis 1960 als Pflegeheim für einige Hundert von ihnen. Die Vertriebenen kamen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie aus Siedlungsgebieten von Deutschen in anderen Regionen Ost- und Ostmitteleuropas. Die Geschichte des Barackenlagers und der Vertriebenen in Lette und Umgebung sowie die politische Vorgeschichte der Vertreibung ist Thema der im August 2019 neu eröffneten Dauerausstellung im Heimathaus Lette. In ihr werden die historischen Zusammenhänge mit den Lebensgeschichten von Vertriebenen verschränkt, sodass dem Besucher politische Entscheidungen und Auswirkungen auf Einzelschicksale deutlich werden. Der Verein Denkmal Barackenlager Lette e. V. hat die Ausstellung initiiert und durch Fördermittel realisieren können. Neben Interviews, Objekten aus dem Gepäck der Vertriebenen, Chroniken, Fotos und Medienstationen sind Videoberichte von Vertriebenen ein weiterer wichtiger Vermittlungsweg der Ausstellungsinhalte. Ein interaktiver Medientisch zeigt in den Ausstellungsräumen Pläne und Fotos aus allen Nutzungszeiten des Barackenlagers – vom Bau als nationalsozialistische Schulungseinrichtung der SA 1933/1934 bis heute. Besucher können am Medientisch die Vergangenheit und das Gelände selbst erkunden. Eine zweite Medienstation stellt mittels Karten und Zeitstrahl wichtige Ereignisse der deutschen Geschichte dar, die sich die Besucher erschließen können. Weitere Informationen unter www.barackenlager-lette.de

Kategorien: Erinnerungskultur · Geschichtsvermittlung · Digitalisierung · Außerschulischer Lernort

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