15.02.2021

Digitale Zugänge zum Jüdischen Friedhof in Attendorn

Initiative „Jüdisch in Attendorn“, Kreis Olpe

Der jüdische Friedhof in Attendorn / Foto/ Tom Kleine

Der Jüdische Friedhof in Attendorn wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und digitalisiert. Die Initiative „Jüdisch in Attendorn" hatte in 2020 dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte den Auftrag erteilt, den Friedhof in die epigrafische Datenbank „epidat" aufzunehmen, welche Inschriften in digitaler Form abrufbar macht.
Auf insgesamt 33 Grabstätten wurden 36 Menschen jüdischen Glaubens in den Jahren 1870 bis 1942 bestattet. Fotos von den Grabsteinen und deren Ist-Zustand wurden in die Datenbank eingepflegt, Inschriften übersetzt und auf der Grundlage der Recherchearbeiten des Heimatforschers Hartmut Hosenfeld kommentiert. Der Jüdische Friedhof steht heute unter Denkmalschutz und befindet sich im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe mit Sitz in Dortmund. Durch die Datenbank wird der Attendorner Friedhof nun weltweit zugänglich gemacht. So kann regional und überregional nach Namen, Begriffen und verwandtschaftlichen Verhältnissen recherchiert werden. Die Datenbank kann über die Webseite der Initiative www.juedisch-in-attendorn.org/jüdischer-friedhof/ aufgerufen werden.

Kategorien: Denkmalpflege und Baukultur · Digitalisierung · Erinnerungskultur · Netzwerkarbeit

Schlagwort: